Siemens Sensoren sollen LKW’s beim Parkplatzsuchen helfen

Siemens Sensoren sollen LKW’s beim Parkplatz suchen helfen

Siemens Sensoren sollen LKW’s beim Parkplatz suchen helfen – Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de

Siemens Sensoren sollen LKW’s auf der A9 bei der Suche nach einem freien Parkplatz helfen. Der Leiter der Straßenverkehrstechnik bei Siemens Deutschland hat zum Jahreswechsel in einem Interview bekannt gegeben: „Wir werden jetzt (2014) 22 Raststätten und Parkplätze entlang der A9 mit Siemens Sensoren ausrüsten, die registrieren, wenn ein Lkw auf den Parkplatz einfährt. Sie erkennen auch, wie lang der Laster ist. Diese Daten stellt unser System in Echtzeit dem Bundesverkehrsministerium zur Verfügung. Dort können unabhängige Anbieter die Daten abrufen und sie etwa für Smart-phone-Apps verwenden. So werden Lkw-Fahrer darüber informiert, ob es sich für sie lohnt, einen Parkplatz anzufahren. In einem weiteren Schritt könnte mit den Daten ein Buchungssystem für Lkw-Parkplätze eingeführt werden.“

Hohe Investitionen für den Einbau von Siemens Sensoren auf Parkplätzen

In einem Blogabeitrag auf Basic Thinking wurden im Juni 2013 die Kosten für Sensoren pro Parkplatz für den Individualverkehr mit 400 Euro angegeben. Die Kosten für LKW Parkplätze werden aufgrund der Größe eher darüber liegen. Rechnet man für oben angekündigte Ausrüstung von 22 Parkplätzen mit jeweils 100 Stellplätzen, liegt das Projektvolumen bei mindestens 1 Mio. Euro zzgl. Kosten für die Projektsteuerung. Prepark, ein social parking App-Anbieter für LKW-Fahrer geht auf seiner Webseite von deutlich höheren Kosten aus:

Es werden derzeit in sehr teuren Testinstallationen automatische Erfassungsysteme installiert. In Bayern werden so bspw. bis Ende 2014 für 5 Mio. € rund 20 Parkplätze aufgerüstet. Diese Ansätze werden nach unserer Einschätzung mittelfristig max. 5% der ca. 2.000 Autobahnparkplätze in Deutschland abdecken können.“ Quelle: Prepark

Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit die Mehrheit aller LKW Parkplätze auf Autobahnen mit Sensoren bestückt werden. Mit den ständig wachsenden Möglichkeiten von Smartphones und entsprechendes Engagement von LKW Fahrern vorausgesetzt, sind social parking Apps die Anwendungen, die das Parkproblem am besten entschärfen.

Anbieterneutrale Bereitstellung der Parkplatzdaten durch Siemens

Siemens will die Parkplatz-Belegungsrohdaten über das Bundesverkehrsministerium interessierten Abnehmern bereitstellen. Sie können darauf aufbauend neue Services aufsetzen oder bestehende Dienste verbessern, ohne jeweils eigene Sensoren einbauen zu müssen. Macht ja auch irgendwie keinen Sinn, wenn auf ein und demselben Parkplatz Sensoren verschiedener Anbieter eingelassen und gewartet werden. Prepark hat bereits angekündigt, die Daten in sein System einzubinden. Andere Anbieter wie Bosch secure Parking, Truckparkingeurope, TruckYa! werden sich im Laufe des Jahres ebenfalls dazu positionieren.

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